Alltag auf dem Schulhof – über das Einmischen von uns als Eltern

Lange habe ich überlegt ob ich dieses Thema verschriften sollte, oder eher nicht, wo doch gerade die meisten meiner Leserinnen eher kleinere Kinder zu Hause haben. Aber nicht nur daher, die unterschiedlichen Meinungen sind das Problem…. ihr werdet gleich lesen warum. Dennoch  bin ich zum Entschluss gekommen das Thema anzusprechen, denn die „Probleme“ zwischen Kleinkindern, Kindergartenkinder oder Schulkindern doch immer die selben sind.

Wenn sie klein sind, wird sich um die Lieblingspuppe, den Lieblingsbaustein oder ähnliches gestritten, später dann um härtere Dinge, wie „mit der laufe ich nicht mehr in die Schule“ oder „mit dem will ich nicht mehr Fussball spielen.“

Nun ist es so, dass sich diese Dinge ganz klar auch in unserem Haushalt täglich abspielen und da heißt es eben auch für uns Eltern, immer locker bleiben, auch wenn wir ebenfalls ,mal einen schlechten Tag hatten. Aber schafft ihr das immer? Es gibt Tage, da habe ich unglaublich viel Geduld ein riesen Ohr, Lust bei einer Tasse Kakao mir alles anzuhören und vor allem einfühlsam zu klären bzw. Ratschläge und Anregungen zu teilen, aber es gibt auch verdammt viele Tage an denen ich so gar keine Geduld für diese Art von Gesprächen habe… und so kam es wohl auch, dass im vergangenen Schuljahr sich wohl ein Vorfall zwischen meiner Tochter und einer Mitschülerin ereignet hat, welcher noch immer nachhaltig up to date zu sein scheint und ich völlig Unwissen bin. Habe ich es nicht richtig ernst genommen oder war das Thema gar nicht aktuell am Tisch?!?

Nun, nachdem das „Streit Thema“ mit Ihrer Freundin wieder aktuell wurde habe ich nach mal wieder langen Gesprächen und viel Kakao mit der Lieblingstochter, rausgefunden, dass sie sich tatsächlich nicht erinnern kann, die Freundin allerdings von Seiten des Elternhause auf Grund dieses Streites, noch gebremst wird.

Nach der Ermutigung dass mit Ihrer Freundin doch ein für alle mal in Ruhe unter vier Augen zu klären, …. war heute nichts davon der Fall. Das Verbot der anderen Seite, dass die beiden nichts mehr mit einander zu tun haben sollen, hält ihre Freundin geduldig ein und ist ja auch unglaublich lobenswert (also dass sie sich an Mamas Wort hält). Schade finde ich dennoch, dass wir Eltern uns in der zwischen Zeit dermaßen in Streitigkeiten und der gleichen unser Kinder einmischen, dass diese meist schon gar nicht mehr wissen was sie tun sollen, oder auch gar nicht mehr in der Lage sind diese selbst und vorallem alleine zu klären?! „Darf ich meiner Freundin verzeihen, oder nicht?“, „Mama hat doch gesagt ich darf nicht“……usw…. und somit doch gar nichts mehr unter einander klären können.

Im Grunde lassen wir sie doch selbst keine Erfahrungen mehr machen, ohne dass die Steuerung von zu Hause kommt. Ich kann im Grunde nur eines tun, Ratschläge oder Anregungen geben und sie zu ermutigen dran zu bleiben um alles zu klären. Bisher denke ich eigentlich, fahren wir damit ganz gut. Jedes Elternteil versucht natürlich seine Liebsten in Schutz zu nehmen, aber nur anderen die Schuld bei einem Streit in die Schuhe zu schieben, finde ich außerordentlich fragwürdig. Auch unsere Kinder können wir anregen, zu reflektieren, ich spreche nicht davon die Schuld nur bei sich selbst zu suchen, sondern einfach zu überlegen, wie schaukelt sich so eine anfangs kleine Sache zum großen Streit hoch, was hat wer gesagt, wie entsannt das ganze und wie kann ich es beim nächsten Mal verhindern und so weiter… ?!

Manchmal kann ganz klar auch das eigene Kind „mitschuld“  sein (wenn man hier von wirklichen Schuldfragen sprechen kann 🙂 ). Hier habe ich es immer wieder erlebt, dass es von anderer Elternseite heißt, der oder die hat…. ,….unser armes Kind…. usw., die schützenden Hände werden wie ein Heiligenschein über das Kind gelegt. Das aber auch andere Eltern immer wieder ein weinendes Kind zu Hause sitzen haben (wie in unserem Fall), hinterfragt keiner, neee …., wir versuchen es eben einfach nur in Ruhe zu Hause zu klären ohne daraus den Streit unter den Kindern noch mehr aufkochen zu lassen und nur gegen den andere zu schiessen, im Gegenteil. Ganz klar ist allerdings, Streit und Reibung unter den Kindern fördert die Entwicklung, nur dadurch lernen sie doch dazu.

Was ich damit sagen wollte ist, lasst unserer Kinder doch immer noch Dinge auf dem Schulhof klären und gebt Ihnen nur Halt, ein offenes Ohr und viel Kakao zu Hause.

Mich würde brennend interessieren wie ihr damit umgeht, mischt ihr Euch auch in alle Angelegenheit mit ein, oder lasst ihr es auch mal laufen und die Kinder selbst Erfahrungen sammeln? Kommentare erwünscht 🙂

Freue ich über Ideensammlungen,

Meli

 

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